Titel: Gräfin der Sichelwacht / Drachentöterin
Tsatag: 303 BF als Glafira Oxinger in Herzoglich Altentrallop geboren
Borontag: 342 BF als Glafira "Luchskronerin" von Aschengrat in der Grafencapitale Salthel gefallen
Nachkommen: Zwei Söhne, eine Tochter, die ebenfalls 342 BF getötet wurden
Feiertag: Folgt
Kurzprofil: Bauerntochter, die sich als Soldatin mit Mut, Witz und Beharrlichkeit einen Namen machte, dafür in den Ritterstand erhoben wurde, wenig später einen Drachen erschlug und schließlich zur ersten Herrscherin der frisch aus der Taufe gehobenen Grafschaft Sichelwacht erklärt wurde. Sie fiel im Kampf gegen die Schergen der Priesterkaiser, weil sie "ihre" Grafencapitale nicht freiwillig unter deren Herrschaft stellen wollte.

 

Art:
Tagesheilige der Rondra

Aspekte:
Mut im Angesicht übermächtiger Gegner und unheiliger Kreaturen

Aventurische Information:
Glafira Oxinger wurde im Jahr 303 BF als Tochter einfacher Bauern in dem kleinen Örtchen Oxingen in Herzoglich Altentrallop geboren und fiel 342 BF als Glafira "Luchskronerin" von Aschengrat, Gräfin der Sichelwacht, im Kampf gegen die Handlanger der Priesterkaiser. 
Schon in jungen Jahren schloss sie sich den Grünröcken an und tat sich als Soldatin durch ihren unerschütterlichen Mut sowie ihre Gewitztheit hervor. Bevor sie ihren zwanzigsten Winter sah, sagte man Glafira bereits mehrere Heldentaten nach: unter anderem soll sie Kameraden durch Witz und Mut vor dem Tod bewahrt haben, als ihre Rotte in den Ausläufern der Roten Sichel in einen goblinischen Hinterhalt geriet, und eigenhändig einen Oger erschlagen haben.
Geschichten über die "Luchskronerin" --- Glafira zeichnete sich unter anderem dadurch aus, dass sie ihre halblangen Haare gern in drei Zöpfen bändigte, die nach dem stundenlangen Tragen eines Helms oft senkrecht von ihrem Kopf abstanden, wie eine angedeutete Krone --- drangen bald schon bis an den Tralloper Hof vor, wo der etwa gleichaltrige Seneschalk Grifo von Weiden sie 326 BF zur Ritterin ehrenhalber ernannte.
Derart ermutigt bat Glafira den ebenfalls in Trallop wirkenden Meisterschmied Beon von Angbar um eine Waffe, die würdig genug ist, um im Kampf gegen einen Drachen geführt zu werden. Sie wollte der Bestie entgegentreten, 
die die westlichen Ausläufer der Roten Sichel (dort wo heute die Baronien Beonspfort, Zollhaus und Schroffenfels liegen) seit 200 Jahren unsicher und eine menschliche Besiedlung an der Stelle so gut wie unmöglich machte. Beon fertigte seinerzeit die "Beonsschneide" an, die heute als Talismanschwert der Grafschaft Sichelwacht gilt, aber seit der Zeit der Priesterkaiser verschollen ist.
Die "Luchskronerin" schlug alle Warnungen in den Wind, zog aus, um den Wurm zu stellen, und ging, zur Überraschung vieler, tatsächlich siegreich aus dem Kampf hervor. Drei Jahre später, 329 BF, machte Seneschalk Grifo sie nicht zuletzt wegen dieser Großtat zur ersten Herrscherin der frisch aus der Taufe gehobenen Grafschaft Sichelwacht --- und zog damit den Zorn der Familie von Salthel auf sich, die damit gerechnet hatte, dass ihr dieses Amt zufallen würde.
Im Jahr 337 BF, nach dem Tod Anshags von Glodenhof im Drachenspalt, weigerte sich Grifo, die Stadtschüssel von Trallop sowie die Herzogenkrone an den Heermeister des Priesterkaisers Aldec, Parioslob von Selem, herauszugeben. Selbiges tat Glafira in der Grafenstadt Salthel und fand ihr Ende fünf Jahre später, als sich die Familie von Salthel mit Gewalt nahm, was nicht freiwillig gegeben wurde. Wieder fünf Jahre später fiel auch Grifo im Kampf gegen die Schergen des Priesterkaisers --- nach einem Verrat des Praioshochgeweihten von Trallop: Eudo von Salthel.
Sankta Glafira steht heute vor allem in der Sichelwacht als Sinnbild für eine Kämpferin, der es nie an Mut gebrach und die sich auch von einem haushoch überlegenen Gegner nicht ins Bockshorn jagen ließ. Man sagt ihr zudem nach, ein ausgesprochenes Schlitzohr gewesen zu sein, das seinen Erfolg gern mal listigen Ideen verdankte. "Gewitzt, wie die Luchskronerin" ist demnach ein ebenso großes Lob wie "So mutig wie Sankta Glafira vor dem Drachen".