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Herzogtum Weiden

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Die Zwölf in Weiden

In Weiden werden alle Zwölfgötter verehrt, wenngleich manche davon kaum über ein Schattendasein hinauskommen. Eines aber ist unstrittig: Weiden ist das Land Rondra. Die Himmelsleuin ist in allen Bevölkerungsschichten als Schutzpatronin anerkannt und wird von Rittersfrau und Bäuerlein gleichsam um ihren Beistand angerufen, wenn sich einmal mehr finstere Bedrohungen auftun oder Wolken sich zu bedrohlichen Gewittertürmen ballen.

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Praios

Natürlich wird auch der Götterfürst in der Mittnacht verehrt. Doch sein in anderen Provinzen bisweilen unangefochtener Status als Oberster der Götter und Gott des Adels, gilt in Weiden nicht. Der überwiegende Teil des Weidener Adels verehrt Rondra, häufig auch Travia und Firun noch vor dem Götterfürsten Praios. So erwählen Barone, Grafen und auch die Herzogin nur in Ausnahmefällen einen Diener des Praios zu ihren Hofgeweihten.

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Rondra

Rondra ist die erklärte Schutzgöttin Weidens und der Glaube an sie zieht sich durch alle Schichten der Bevölkerung. Entsprechend ist die Kirche Rondras im Herzogtum von hervorgehobener Bedeutung.

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Efferd

Der launische Efferd hat in Weiden einen schweren Stand, denn zwischen Pandlarin und Pandlaril, Fialgrawa, Grün-, Rot und Braunwasser tut man sich schwer damit, die Rolle der Fee Pandlaril zu vergessen oder auch nur unerwähnt zu lassen. Anders als in vielen anderen Teilen Aventuriens ruft man den Launenhaften hier jedoch noch in seiner archaischen Form als Windgott an, der die Winde formt und den Menschen die Stürme schickt.

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Travia

Rondra von der Bedeutung her beinahe ebenbürtig ist Travia, hierzulande häufig Herd- oder Eidmutter genannt, denn für bedeutsame Schwüre erbittet man weder den Segen Praois' noch den Rondras, sondern den ihren.

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Boron

Die Weidener sind ein abergläubisches Völkchen. Die Angst, der schweigsame und gestrenge Herr des Todes könnte auf sie aufmerksam werden und sie vor ihrer Zeit zu sich rufen, ist vor allem bei der einfachen Bevölkerung weit verbreitet. So sagt man, dass es Unglück verheiße, den Namen Borons auszusprechen, und dass das Erscheinen eines Raben den nahen Tod einer Person ankündigen kann. Es ist unter diesen Umständen wenig verwunderlich, dass die Weidener den Geweihten des Schweigsamen mit einer tief sitzenden, der Furcht vor dem Tod entspringenden Vorsicht begegnen. Sie richten nicht als Erste das Wort an einen Diener Borons und vermeiden es tunlichst, ihm in die Augen zu sehen, denn dort könnten sie ja den eigenen Tod erblicken.

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Hesinde

Ähnlich wir ihren Brüdern in Boron geht es wohl den Dienern der Schlangengleichen, denn Weiden ist – selbst bei wohlwollender Betrachtung - kein Ort der Gelehrsamkeit. Deshalb haben auch die Diener der Schlangengleichen einen schweren Stand und es nimmt nicht Wunder, dass sich im ganzen Herzogtum nur ein einziger Tempel Hesindes findet und mancher den landauf landab herrschenden Dunkelsinn beklagt. Die Weidener indessen stören sich nicht daran, denn Hesinde steht auch für Magie und der Magie steht man von jeher überaus skeptisch gegenüber.

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Firun

Der Herr Firun ist ein Gott ganz nach dem Geschmack der Weidener. Die Fronten sind hier klar und man ist stolz darauf, dass die Eisigen Stelen an denen sich der Alte vom Berg einst den Menschen offenbarte, in Weiden stehen. Selbstverständlich respektiert man das Wesen Firuns, behelligt ihn nur dann, wenn es wirklich wichtig ist und trägt ihm seine raue Wesensart nicht nach. Doch umso größer ist die Zuneigung zu seiner Tochter Ifirn, die ihr Ohr niemals gegen die Belange der Sterblichen verschließt. Ifirn und deren Töchtern - den Silberschwänen - sind die Weidener in beinahe zärtlicher Zuneigung verfallen.

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Tsa

Tsa hat im Herzogtum einen ähnlich schweren Stand, wie ihr düsterer Bruder Boron. Dies liegt vor allem daran, dass der Weidener an sich seine Traditionen liebt und Neues bestenfalls vorsichtig, in der Regel gar argwöhnisch betrachtet. Eine Gottheit, deren Agenda just die permanente Veränderung in den Mittelpunkt stellt, ist den meisten Weidenern daher von Grund auf suspekt. Dennoch wird der Segen der Alljungen gerade dann erbeten, wenn es um neues und junges Leben geht.

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Phex

Nun jedoch kommen wir zum oben angesprochenen Schattendasein, in dem sich der Herr Phex jedoch sicher sehr wohl fühlt. Doch der Listenreiche kann sich auch in Weiden Anhängern unter Händlern und jenen Gesellen sicher sein, die es mit Regeln und Gesetzen nicht zu genau nehmen.

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Peraine

Natürlich beten die Bauersleute hier wie anderswo zu Peraine, doch schon deren Abgrenzung zu Tsa verschwimmt hier und da. Das vermutlich auch, weil der Weidener an sich seine Traditionen liebt und Neues bestenfalls vorsichtig, in der Regel gar argwöhnisch betrachtet.

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Ingerimm

Insbesondere im Osten des Herzogtums genießt der feurige Ingerimm hohes Ansehen. Auch die übrigen Weidener Handwerker bitten ihn um Gnade und opfern ihm gerne.

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Rahja

Überraschen mag manchen die Selbstverständlichkeit, mit der in diesem rauen Land der lieblichen Rahja gedacht wird. Die Grafschaft Baliho bekennt sich von jeher zu ihrem ritterlichen Erbe, aber auch zu den Segnungen, die man hierzulande Rahja zuschreibt. Mag ein Südländer auch verächtlich abwinken, wenn er die hiesigen Geweihten in fester Kleidung einherschreiten sieht, doch die Weidener lieben ihre zupackenden Rahjanis, deren Wissen im Hinblick auf die Pferdezucht und die Destillierkunst in allen Gesellschaftsschichten hoch geschätzt wird.

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