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Der Beginn einer Intrige
Burg Schwarzenstein, Ingerimm 1033 BF
"Na gut." Thûan lachte kurz, begann dann aber zu erzählen: "Schon damals, als wegen des Mordes am Herold zur Jagd auf Räuberbaron Terkol geblasen wurde, habe ich gesagt, dass Terkol kaum so töricht gewesen sein konnte, den herzoglichen Herold ohne Not abzuschlachten. Dummerweise war Sindaja – die Silkenauerin, Terkol hatte sozusagen in ihren Armen sein Leben ausgehaucht – erst gut ein Jahr später, als wir bei einem Zusammentreffen mit Odilbert in Salthel über die alten Zeiten plauderten, damit herausgerückt, dass Terkol ihr noch zugeflüstert hätte, dass er für viele verwerfliche Taten verantwortlich sei, aber wir wegen des Herolds den Falschen gerichtet hätten. Sindaja hatte es wohl als Lüge abgetan und dem daher keine weitere Beachtung geschenkt.
Ich hingegen wurde hellhörig, zumal ich ja sowieso schon arge Zweifel an Terkols Heroldsmord hegte. Und warum sollte jemand, der genau weiß, dass er im Sterben liegt und das Rauschen von Golgaris Schwingen schon vernimmt, noch lügen? Nein, Terkol hatte Sindaja die Wahrheit gesagt, da bin ich mir absolut sicher. Gleich am nächsten Morgen bin ich daher bei Markverweser Ralmir gewesen, um mir das Bekennerschreiben Terkols an dem Mord noch einmal anzuschauen. Es gab zwar noch etliche andere Schriftstücke aus Terkols Feder, aber das gesuchte Schriftstück war leider nirgends mehr auffindbar. Mir fiel bei den anderen Niederschriften jedoch sofort auf, dass Terkol über fast jedem 'u' ein kleines Häkchen gesetzt hatte, um es besser von einem 'n' unterscheiden zu können. Das erinnerte mich schon auf den ersten Blick sofort an meinen Vater, denn auch seine Schriftstücke trugen diese Eigenart, und genau diese Parallele wäre mir damals ebenso widerfahren, wären solche Häkchen auf Terkols Schrieb vorhanden gewesen. Damals hatte mich jedoch nichts an Vater erinnert und ich bin mir zudem völlig sicher, dass die Häkchen auch tatsächlich nicht vorhanden gewesen waren.
Leider blieb der schriftliche Beweis weiterhin verschollen, so sehr sich die Schreiberlinge auch Mühe gaben, das Schriftstück zu finden. Jemand aus der Amtsstube meinte sich jedoch erinnern zu können, dass wir Terkols Schreiben damals zwar mitgenommen aber nicht wieder zurückgebracht hätten. Wahrscheinlich hatte Fenn es verschwinden lassen, er war ja damals dabei, aber selbst dieses eine Jahr danach hegte ich in dieser Sache noch keinerlei Verdachtsmomente gegen ihn. Die kamen erst viel später, und das war ein wirklich großer Zufall, wie einem es die Götter nur ganz selten bescheren."
Ich hingegen wurde hellhörig, zumal ich ja sowieso schon arge Zweifel an Terkols Heroldsmord hegte. Und warum sollte jemand, der genau weiß, dass er im Sterben liegt und das Rauschen von Golgaris Schwingen schon vernimmt, noch lügen? Nein, Terkol hatte Sindaja die Wahrheit gesagt, da bin ich mir absolut sicher. Gleich am nächsten Morgen bin ich daher bei Markverweser Ralmir gewesen, um mir das Bekennerschreiben Terkols an dem Mord noch einmal anzuschauen. Es gab zwar noch etliche andere Schriftstücke aus Terkols Feder, aber das gesuchte Schriftstück war leider nirgends mehr auffindbar. Mir fiel bei den anderen Niederschriften jedoch sofort auf, dass Terkol über fast jedem 'u' ein kleines Häkchen gesetzt hatte, um es besser von einem 'n' unterscheiden zu können. Das erinnerte mich schon auf den ersten Blick sofort an meinen Vater, denn auch seine Schriftstücke trugen diese Eigenart, und genau diese Parallele wäre mir damals ebenso widerfahren, wären solche Häkchen auf Terkols Schrieb vorhanden gewesen. Damals hatte mich jedoch nichts an Vater erinnert und ich bin mir zudem völlig sicher, dass die Häkchen auch tatsächlich nicht vorhanden gewesen waren.
Leider blieb der schriftliche Beweis weiterhin verschollen, so sehr sich die Schreiberlinge auch Mühe gaben, das Schriftstück zu finden. Jemand aus der Amtsstube meinte sich jedoch erinnern zu können, dass wir Terkols Schreiben damals zwar mitgenommen aber nicht wieder zurückgebracht hätten. Wahrscheinlich hatte Fenn es verschwinden lassen, er war ja damals dabei, aber selbst dieses eine Jahr danach hegte ich in dieser Sache noch keinerlei Verdachtsmomente gegen ihn. Die kamen erst viel später, und das war ein wirklich großer Zufall, wie einem es die Götter nur ganz selten bescheren."