Was geschieht mit den Toten

Wenn immer es geht werden die Körper gestorbener Böcklins zum Bockenstein gebracht. Dort tragen die direkten Verwandten, also eventuelle Kinder, Ehepartner, Eltern oder Geschwister, der Anath vor wie wertvoll der Verstorbene für die Familie war. Ebenso werden die Umstände seines Todes besprochen. Sollte es zu diesem Zeitpunkt jemanden in der Familie geben der Boron geweiht ist wird versucht das er oder sie bei dem Gespräch anwesend ist. Besonders wichtig bei diesem Gespräch ist, wer der oder diejenige waren die für den Tod des Familienmitgliedes verantwortlich sind. Ebenso wie dessen Verbleib ist. Der Name des oder derjenigen der oder die für den Tod verantwortlich waren wird auf eine Pergamentrolle geschrieben.  Diese Rollen wird entweder in ein sogenanntes "Buch der Grolle" welches die Anath führt einsortiert. Oder aber, wenn diese schon, je nach Grad der Schwere der Schuld, bestraft wurden später oder schon Tod sind mit dem Leichnam zusammen verbrannt.
 
Die Namen aller Böcklins deren Körper nicht zum Bockenstein gebracht werden können werden im zentralen Bereich der Gruft auf eine Steintafel gemeißelt. Oft versuchen junge Familienmitglieder Ansehen innerhalb der Familie zu gewinnen indem sie entweder "Grollrollen" tilgen oder indem sie die Überreste von Tote doch noch nach Hause bringen. In den Fällen wo dies gelingt wird der in die Tafel gemeißelte Name rausgebrochen.
 
Nachdem das Gespräch beendet ist und die Schuldfrage des Todes geklärt ist trifft die Anath eine Entscheidung. Die meisten Mitglieder wird eine Feuerbestattung zugesprochen. Besonders wertvolle und herausragende Mitglieder werden statt dessen in Steinsärgen in der Grablege der Familie unter dem Bockenstein beerdigt.
Je nachdem welche Bestattungsform entschieden wurde werden nach dem Richtspruch der Anath noch einige Vorkehrungen getroffen. 
Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam zu einem Platz in der Nähe des Bockensteins gebracht. Auf dieser Lichtung befinden sich drei große Steintische aus Findlingen in deren Mitte ein Loch ist. Die Toten werden dort, immer einzeln und nacheinander sollte es mehrere Tote geben abgelegt. Eine größere Menge Holz wird darüber geschichtet und schließlich entzündet. Die Asche der Verbrannten wird über das Loch im Steintisch aufgefangen und dann in eine Tonurne gefüllt. Diese wird in die Gruft unter dem Bockenstein transportiert wo in den Wänden viele kleine und größere Fächer zur Aufnahme dieser Urnen geschlagen wurden. Über die Jahrhunderte haben sich dort entsprechend hunderte Urnen angesammelt. 
Wurde eine Bestattung in einem Steinsarg beschlossen müssen andere Vorkehrungen getroffen werden. Spätestens jetzt wird eine Boron geweihte Person dazu geholt. In der zentralen Gruft und einigen angebauten Erkern ist Platz für die Särge. Da der Bau eines Steinsarges relativ lange dauert ist immer mindestens ein leerer Steinsarg vorhanden. Bei einem Steinmetz wird ein Deckel für Sarg in Auftrag gegeben. In letzter Zeit wurde das immer bei den Zwergen im Finsterkamm getan. Dieser Deckel  ist an der Oberseite reich verziert z.B. mit einer Ritterfigur und der Darstellungen seiner Taten wenn der oder die Tote Ritter war und als solch einer gelebt hat.
Zusammen und unter der Leitung des Borongeweihten wird der oder die Tote nun in dem Sarg beerdigt. Neben dem Leichnam kommen, je nach dem geführten Leben, noch entsprechende Grabbeigaben dazu. Der Sarg wird zunächst mit einer sehr schweren aber schmucklosen Holzplatte verschlossen. Auf den Tag ein Jahr später wird dieser dann durch den inzwischen gelieferten Steindeckel ersetzt. Dabei wird ein weiterer Segen zu Ehren Borons gesprochen.
 
In der Gruft sind bisher 15 Steinsärge gefüllte aufgestellt beginnend mit dem von dem zentral in der Mitte liegenden Fessir dem Wilden.  
 
Eine der wenigen Ausnahmen von dieser Tradition ist der Leichnam von Derenald Scranor Böcklin von Buchsbart zu Schneehag. Dieser diente bis zu seinem Tod irgendwo in Tobrien im Orden der Golgariten. Mitglieder seiner Lanze brachten seine sterblichen Überreste nach Weiden verbunden mit dessen Wunsch in Etiliengrund beerdigt zu werden. Die Familie entsprach diesem Wunsch und ließ ihn dort auf einem der Gräberfelder beerdigen und stiftete dazu eine Gedenkstele.
 
 
Im Gedenken an die für das Schild des Reiches gefallenen:
 

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